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Dienstleister der Informationsgesellschaft: Verschlechterung der Geschäftslage trübt die Stimmung im Wirtschaftszweig
Dienstleister der Informationsgesellschaft: Verschlechterung der Geschäftslage trübt die Stimmung im Wirtschaftszweig
Ergebnisse der Konjunkturumfrage des Verbandes der Vereine Creditreform und des ZEW im Wirtschaftszweig "Dienstleister der Informationsgesellschaft"
Neuss / Mannheim, 14.04.2011
Die Stimmung im Wirtschaftszweig Dienstleister der Informationsgesellschaft hat sich im ersten Quartal 2011 gegenüber dem Vorquartal eingetrübt. Zurückzuführen ist dies maßgeblich auf die Verschlechterung der aktuellen Geschäftslage. Dementsprechend sinkt der ZEW-IDI, Stimmungsindikator für den gesamten Wirtschaftszweig, im ersten Quartal 2011 um 4,4 Punkte und liegt nunmehr bei einem Wert von 62,4 Punkten. Trotz des im Vergleich zum Vorquartal etwas niedrigeren Werts signalisiert ein Wert des ZEW-IDI über 50 Punkten eine bessere konjunkturelle Stimmung gegenüber dem Vorquartal. Dies ist das Ergebnis der Konjunkturumfrage, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) Mannheim in Zusammenarbeit mit Creditreform, Neuss, im März 2011 im Wirtschaftszweig Dienstleister der Informationsgesellschaft durchgeführt hat (Einzelheiten zur Umfrage am Ende der Pressemitteilung).
„Der Teilindikator des ZEW-IDI, der die Bewertung der aktuellen Geschäftslage wiedergibt, sinkt um 13,2 Punkte gegenüber dem Vorquartal und liegt aktuell bei einem Wert von 58,7 Punkten“, erklärt Miruna Sarbu, Wissenschaftlerin am ZEW. Der Teilindikator, der die Geschäftserwartungen für das zweite Quartal 2011 darstellt, steigt hingegen um 4,2 Punkte auf einen Wert von 66,3 Punkten.
Der Wirtschaftszweig Dienstleister der Informationsgesellschaft umfasst sowohl die IKT-Dienstleister als auch die wissensintensiven Dienstleister. Der Stimmungsindikator für die Teilbranche der IKT-Dienstleister (Softwareunternehmen, IT-Dienste, IKT-Händlern und Telekommunikationsdienstleister) steigt im ersten Quartal 2011 um 0,6 Punkte. Damit erreicht dieser Indikator einen Wert von 66,2 Punkten. Hinter diesem geringen Anstieg verbergen sich zwei gegenläufige Entwicklungen. Der Teilindikator, der die Einschätzung der aktuellen Lage wiedergibt, sinkt um 10,3 Punkte auf 63,9 Punkte. Die Erwartungen der IKT-Dienstleister für das zweite Quartal 2011 haben sich dagegen im Vergleich zum Vorquartal verbessert. Der Teilindikator, der die Bewertung der Geschäftserwartungen anzeigt, steigt um 10,7 Punkte auf 68,7 Punkte.
Die konjunkturelle Stimmung in der Teilbranche wissensintensive Dienstleister hat sich im ersten Quartal 2011 deutlich verschlechtert. Der Stimmungsindikator für Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, Unternehmensberatungen, Architekten, technische Berater und Planer, Unternehmen der Branche Forschung und Entwicklung und Werbefirmen sinkt um 11,7 Punkte auf 56,3 Punkte. Diese Entwicklung geht im Wesentlichen auf die Verschlechterung des Teilindikators für die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage zurück. Dieser Teilindikator sinkt um 18,2 Punkte und erreicht einen Wert von 50,7 Punkten. Er liegt somit gerade noch über der wichtigen 50-Punkte-Marke. Die Erwartungen der Unternehmen in dieser Teilbranche für das zweite Quartal 2011 haben sich gegenüber dem Vorquartal ebenfalls verschlechtert.
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Ihre Ansprechpartner beim ZEW
ZEW - Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung
Frau Miruna Sarbu
Forschungsgruppe Informations- und Kommunikationstechnologien
L 7, 1
68161 Mannheim
Tel.: 06 21 / 12 35-334
Fax: 06 21 / 12 35-333
sarbu@zew.de
www.zew.de
Das ZEW wurde im Jahr 1991 in einer gemeinsamen Initiative der baden-württembergischen Landesregierung, der
Landeskreditbank Baden-Württemberg und der Universität Mannheim gegründet. Die Forschungsausrichtung liegt im
einzelwirtschaftlichen Bereich, der Branchenanalyse und der Ökonometrie. Rund 80 Wissenschaftler sind am ZEW in den
Forschungsbereichen Internationale Finanzmärkte, Arbeitsmärkte, Industrieökonomik, Unternehmensbesteuerung und
Umweltökonomik tätig.
Die Forschungsgruppe Informations- und Kommunikationstechnologien beschäftigt sich mit den Auswirkungen
moderner Informations- und Kommunikationstechnologien auf die Wirtschaft. Den Schwerpunkt der Analysen bilden dabei
industrie- und arbeitsmarktökonomische Fragestellungen.
Zur Systematik / Anmerkung zur Hochrechnung
Der ZEW-IDI wird aus den vier Komponenten Umsatzlage, Nachfragelage, Umsatzerwartungen und Nachfrageerwartungen
(jeweils im Vergleich zum vorhergehenden beziehungsweise nachfolgenden Quartal) gebildet. Sie gehen jeweils mit
gleichen Gewichten in die Berechnung ein. Umsatzlage und Nachfragelage bilden einen Teilindikator, der die
Geschäftslage widerspiegelt. Umsatzerwartungen und Nachfrageerwartungen bilden einen Teilindikator, der die
Geschäftserwartungen widerspiegelt. Das geometrische Mittel der Geschäftslage und der Geschäftserwartungen ergibt den
Wert des ZEW-Indikators der Dienstleister der Informationsgesellschaft. Der Stimmungsindikator kann Werte von 0 bis 100
annehmen. Werte größer als 50 weisen auf eine Verbesserung der konjunkturellen Stimmung im Vergleich zum Vorquartal
hin, Werte kleiner als 50 auf eine Verschlechterung im Vergleich zum Vorquartal.
Ausführliche Informationen zur Entwicklung und Berechnung finden Sie hier:
ZEW-Dokumentation Nr. 03-09 (PDF)
Einen Überblick über die ZEW/Creditreform Konjunkturumfrage finden Sie hier.
Allgemeine methodische Hinweise (PDF)
Angewandtes Hochrechnungsverfahren (PDF)
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Ihr Ansprechpartner
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Verband der Vereine Creditreform e.V. Herr Michael Bretz Wirtschaftsforschung
Tel.: 0 21 31 / 109-171 Fax: 0 21 31 / 109-176
analysen@creditreform.de
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